Low Carb Traum

Apfel zur Low Carb Jause

Goldbraun, frittiert, mit einer feinen Schicht Staubzucker darüber liegt es vor mir auf einem großen Teller. Ich nehme es in die Hand, nein eigentlich nehme ich es mit beiden Händen. Ich beiße hinein, spüre die Textur: Zuerst leicht knusprig, dann wird es weicher und zerbröselt auf meiner Zunge. Der Teig, wahrscheinlich ein Blätterteig, dazu der Staubzucker darüber. Der Geschmack: süß, wahnsinnig süß… Zucker pur. Ich beiße noch einmal ab und genieße diesen Zucker over-kill.

Dann werde ich wach und fühle mich, als hätte ich mitten in der Nacht tatsächlich dieses süße Teilchen verspeist. Es hat in meinem Low Carb Traum geschmeckt wie diese sündhaften Fastnachtsküchlein aus der Schweiz, die ich zum letzten Mal vor gut 3 Jahren gegessen habe. Ich fühle mich ein wenig schuldbewußt, gerade so, als ob es nicht ein Traum gewesen wäre, sondern als ob ich wirklich ein ganzes Küchlein gegessen hätte. Trotz Low Carb.

Auch wenn der Traum jetzt schon einige Tage her ist, fühle ich mich, als hätte ich im Traum wirklich ein ganzes Gebäck gegessen. Auch wenn nach einiger Zeit mit Low Carb Ernährung die Süß-Gelüste ja weniger werden, so fühle ich mich, als wäre ich in jener Nacht dieser Süß-Lust tatsächlich nachgekommen, so intensiv war dieser Traum.

Ein paar Tage darauf gab es zum Mittagsmenu einen Krapfen zum Dessert. Ich habe mir vorgestellt, wie er schmecken sollte – süß, flaumig, saftig, dann habe ich mir vorgestellt, wie er wahrscheinlich schmecken wird – süß, trocken und nach Fett – und dann habe ich ihn verschenkt. Für mich gab es Apfelspalten zum Dessert. Brave Lady.

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